Trittkopf (2.720 m)

Zürs/Talstation Trittkopfbahn (1.724 m) – Bergstation Trittkopfbahn (2.420 m) – Nördlicher Trittkopf (2.581 m) – Trittkopf (2.720 m) – retour wie Aufstieg
11 km, 1.000 Höhenmeter, 4:15 Gehzeit

Unverhofft kommt oft – aus einer Tour, in die wir mit wirklich niedrigen Erwartungen gegangen sind, wurde oben hinaus eine prächtige Unternehmung mit einem phänomenalen Gipfelblick. Der Trittkopf stand schon länger auf unserer Liste – eigentlich aber vorrangig, um den Gipfel mal abzuhaken. Wir hatten uns sehr getäuscht.

Ab der Bergstation weist die Tour durchaus Schwierigkeiten auf. Nachdem der Weg vor vielen Jahren aufgelassen worden war, finden sich jetzt nur mehr punktuell Trittspuren – man ist in wegfreiem Gelände unterwegs und sollte sich zudem in alpinem Gelände orientieren können. Sehr brüchiger Kalkschiefer und Mergel sorgen dafür, dass man bei einem Ausrutscher eine längere Reise nach unten über die steilen Flanken hätte. Richtung Zürs werden die Hänge von oben nach unten immer steiler und enden nicht selten in einem senkrechten Abbruch.

Der Start entsprach durchaus den Erwartungen: Auf einem Güterweg, der stellenweise sehr steil ist, folgt man dem Pistenverlauf vom Winter bis in etwa zur Ochsenbodenalpe. Weiter geht es wegfrei, bis man weiter oben wieder auf einen Güterweg trifft, dem man bis zur Bergstation der Trittkopfbahn folgt. Für alle, die die Gegend aus dem Winter kennen, eine spannende Erfahrung.

Nachdem man die Bergstation tal- oder bergseitig umrundet hat, steigt man im Zick-Zack unter der Lawinensprengbahn weiter – nordseitig sind senkrechte Abbrüche, südseitig geht’s steil hinunter in die Lawinenverbauungen. Am oder unter dem Nördlichen Trittkopf angekommen, quert man möglichst hoch einem Rücken entlang bis zum finalen Anstieg, der wiederum sehr bröselig-rutschig ist. Es empfiehlt sich möglichst nahe am felsigeren Grat zu halten.

Am Gipfel scheint die Valluga zum Greifen nahe, direkt daneben die formschöne Rogg-Spitze – am Horizont reihen sich Patteriol, Piz Buin, Drei Türme und auf der anderen Seite Widderstein, Karhorn und die restliche Prominenz des Hochtannbergs aneinander.

Route

Download: Trittkopf 2026 08 08 Route.pdf
Die Tour verläuft wegfrei, darum gibt es wie üblich keinen GPS-Track.

Höhenprofil

Download: Trittkopf 2026 08 08 Höhenprofil.pdf

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