GPS by Garmin

Garmin

Seit mehreren Jahren dokumentieren wir unsere Bergtouren nicht nur mit unterschiedlichen Kameras sondern vor allem auch mit GPS-Geräten. Nach guten Kritiken anno dazumal sind wir mit einem Garmin Oregon eingestiegen, was zu Folge hatte, dass wir für die nunmehr eingesetzten Geräte beim gleichen Hersteller geblieben sind – was unter anderem den Vorteil hat, dass weitestgehend Garmin Connect als verbindende Plattform genützt werden kann. Zufrieden sind wir mit den Teilen so ganz nebenbei auch …

Auch wenn alle 3 Geräte das eigentlich könnten, setzen wir sie nur selten zur Navigation ein – es geht uns vielmehr um die Dokumentation. Dh wir interessieren uns für Route und Höhenprofil sowie vor allem für Höhenmeter, Kilometer und benötigte Zeit (ua für diesen Blog) – letztlich auch in einer Gesamtjahresbetrachtung, die vor allem für das Rennrad relevant ist.

 

Die Geräte in der Einzelkritik

Auf Produktbeschreibungen verzichten wir im Folgenden (können über die jeweiligen Links – öffnen in einem neuen Tab/Fenster – auf der Garmin-Website abgerufen werden), uns geht es vorrangig um unsere Erfahrungen im Praxiseinsatz.

 

Garmin Edge 1000Edge® 1000

Das Flaggschiff der Radcomputer-Palette von Garmin ist bei uns im intensiven Rennrad-Einsatz, am Mountainbike haben wir’s so gut wie gar nie getestet. Satellitenempfang, Suchdauer bis Satelliten gefunden wurden, die Verbindung mit ANT+®-Sensoren (in unserem Fall ein Premium Herzfrequenz-Brustgurt und ein Geschwindigkeitssensor und Trittfrequenzsensor – Verbindung ist schnell aufgebaut und stabil) und das Display performen absolut top. Die Routing-Funktionen (genutzt entweder als Round Trip-Routing-Vorschläge oder “am schnellsten Weg zurück nach Hause”) sind absolut ausgereift.

Eher selten genutzt aber ebenfalls sehr funktional sind die Strecken, die entweder aus selber mal gefahrenen Routen oder importierten GPS-Tracks erstellt werden – selten genutzt, weil wir meistens in recht bekannter Umgebung unterwegs sind. Akku-Laufzeit (reicht zumindest für 2 lange Touren) ist auch in Ordnung. Die Synchronisation mit der Garmin Connect App für iOS funktioniert in aller Regel absolut problemlos – allerdings nur bei gutem Handy-Empfang, weil die App offensichtlich recht viel Daten hochlädt.

 

Garmin fenix 2 special editionfēnix® 2 Special Edition

Anschaffungsgründe für die fēnix 2, unser letztes gekauftes Gerät, gab es zwei: Einerseits ist das GPSMAP 64s für unsere kurze Hausrunde auf den Pfänder eindeutig zu unhandlich, andererseits ist ein Upload vom GPSMAP 64s auf Garmin Connect nach wie vor leider nicht möglich.

In aller Kürze: Wir sind durchaus zufrieden, obwohl es eindeutig Verbesserungsbedarf gäbe: Der Satellitenempfang ist öfters recht wacklig (da soll wohl die fēnix 3 mit der zusätzlichen GLONASS-Anbindung Abhilfe geschaffen haben) und die Synchronisierung über die Garmin Connect-App ist öfters mit ausführlichen Anlaufschwierigkeiten beim Verbindungsaufbau verbunden. Die Akku-Laufzeit ist ok – im Standby-Betrieb als normale Uhr reicht der Saft auch mal für mehrere Wochen …

Einsatzgebiet ist bei uns dreierlei: Aufzeichnung von Berg- und Schitouren für den Garmin Connect-Upload (trotz der schlechteren Empfangsqualität im Vergleich zum GPSMAP 64s), Aufzeichnung von Trainingsrunden auf den Pfänder und die Aufzeichnung von Schitagen.

 

Garmin GPSmap64sGPSMAP® 64s

Unschlagbar in Empfangsqualität und Geschwindigkeit bei der Satellitensuche – getragen immer vorne am Rucksackträger. Dabei wechseln wir während der Tour immer zwischen der Kartenansicht und dem Reisecomputer hin und her. Die Routing-Funktion haben wir noch nie ernsthaft getestet – unter anderem auch deswegen, weil wir nicht immer auf Wegen unterwegs sind, die auch im Kartenmaterial erfasst sind. Zur Orientierung reicht die Kartenfunktion aber auch gut ohne Routing. Eine Batterieladung reicht in aller Regel für 2 durchaus längere Touren im Sommer, im Winter durch die Kälte etwas weniger.

Im Nachgang einer Tour arbeiten wir immer mit dem GPS-Track, den wir mittels Garmin BaseCamp auf das MacBook übertragen. BaseCamp Mobile, die iOS-App, könnte zwar via Bluetooth angebunden werden – mangels Verbindung in Garmin Connect nutzen wir diese Option aber überhaupt nicht. Der große Wunsch wäre diese Verbindung – der nachträgliche händische Upload der gpx-Datei entfernt 2 grundsätzlich interessante bzw. hilfreiche Informationen: Welches Gerät zur Aufzeichnung verwendet wurde und die Unterscheidung in “Gesamtlaufzeit” und “Zeit in Bewegung”, wobei genau Letzteres spannend wäre.

 

Garmin TempeTempe Temperatur-Funksensor

Minimalistischer, einfacher Temperatursensor, der sich einfach über die ANT+-Schnittstelle anbinden lässt. Funktioniert zuverlässig, hat aber das Grundproblem, dass es eigentlich keinen sinnvollen Platz für den Transport bei einer Tour gibt. Im Rucksack misst der Sensor die Rucksack-Innentemperatur, die zB im Deckelfach bei Sonneneinstrahlung einfach deutlich zu hoch ist – im Winter bzw. generell in einer Jackentasche zB getragen kommt die Körperwärme dazu. Außen am Rucksack fixiert käme die unmittelbare Sonneneinstrahlung dazu … Fazit: Eigentlich eher eine nette Spielerei …

 

Garmin Connect

Garmin Connect ist die zentrale Web-Plattform, auf der sämtliche erfasste Daten zusammenlaufen (könnten). Hier hat Garmin im letzten Jahr enorm investiert und die Plattform gut weiterentwickelt – auch die Verbindung mit Strava ist recht sinnvoll. Und kostenlos ist das Ganze auch noch …

Was noch schön wäre (neben der Verbindung zB zum GPSMAP 64s wie oben erwähnt):

  • Die Berichtsfunktionen sind optimierbar (zB nicht nur 7 Tage – 4 Wochen – 6 Monate – 12 Monate sondern auch Kalenderjahre. Oder auch ein Zusammenzählen der  Strecken zB und nicht nur eine getrennte Darstellung jeweils pro Tag, Woche oder Monat – also zB eine Jahressumme).
  • Der Export einer Aktivitätsliste in eine csv-Datei umfasst immer nur die aktuelle Ansicht, dh 20 Einträge, und nicht zB alle Einträge einer definierten Periode.

Was generell Fragen aufwirft: Egal bei welchem der 3 Geräte führt das Aktivieren der Höhenkorrektur in Garmin Connect in aller Regel zu Differenzen im Bereich von mindestens 10% bis zu sogar 25% … Beinahe immer nach oben … Radmarathons im Sommer 2015, die vom Veranstalter zB jeweils mit 2.400 Höhenmetern angegeben waren, wurden auf 3.000 bzw. 3.300 Höhenmeter korrigiert. Das Edge 1000 hatte die beiden Routen ohne Höhenkorrektur mit Werten erfasst, die nur um ein paar Meter über den offiziellen 2.400 Metern lagen … Für uns derzeit nicht erklärbar …

 

Dieser Post wird nicht von Garmin unterstützt – schön wär’s 😉
Die verwendeten Fotos stammen von garmin.at

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