Tälispitze (2.000 m)

Gaßnerberg (1.160 m) – Gaßneralpe (1.562 m) – Tälispitze (2.000 m) – retour wie Aufstieg
10 km, 850 Höhenmeter, 3: Std. Gehzeit

Eine Woche Dauernebel im Rheintal hat dafür gesorgt, dass dieses Wochenende eine Massenflucht in die Höhe eingesetzt hat – alle die bekannten, leicht erreichbaren Gipfel in mittleren Höhen waren überlaufen. Die Suche nach einem wenig frequentierten Ziel war nicht ganz einfach. Die Tälispitze im Großen Walsertal gehört definitiv nicht zu den bekanntesten Bergen Vorarlbergs, bietet dem trittsicheren Wanderer aber einen phänomenalen Panoramablick, der durch das Nebelmeer noch beeindruckender ausfiel …

Wer ein paar Höhenmeter mehr auf sein Konto bringen will, kann in St. Gerold starten – die meisten gehen allerdings von einem Wanderparkplatz (Platz für ca. 10 PKW) am Anfang des Güterwegs am Gaßnerberg los. Auf ziemlich genau 1.300 Metern Höhe zweigt ein kleiner Fußweg vom Güterweg ab – zuerst durch den Wald und danach über eine Wiese, immer jedoch steil bergauf, geht es bis zur Gaßneralpe nach oben. Zwischen dem westlich gelegenen Rottobel und dem östlich gelegenen Hölltobel bringt man die ersten 400 Höhenmeter hinter sich.

Die Alpe liegt auf einem phänomenalen Aussichtsbalkon – heute reichte der Nebel bis knapp 100 Höhenmeter unter die Alpe hinauf. Unterhalb der Nebelgrenze hatte es frostige -3 Grad, in der Sonne war’s angenehm warm. Einem sonnenbeschienen Rücken entlang führt die Route weiter hinauf an einem kleinen Unterstand vorbei. In etwa hier beginnt im Winter ein Wildruhegebiet, das nur auf der definierten Aufstiegsroute durchquert werden darf.

Ab diesem Unterstand gewinnt der Weg an Schwierigkeit: Vorerst vor allem durch den schattseitig liegenden Schnee, der teilweise ein bisschen vereist war – am etwas ausgesetzten, sehr steilen Zustieg am Gipfelaufbau wäre ein Ausrutscher wohl eher fatal. Am Gipfel wartet etwas überraschend eine kleine Fläche, auf der 10 Leute gut Platz zum Rasten finden – und dabei den sensationellen Ausblick genießen können. Zimba, Fraßen, Rote Wand, Sulzfluh, Kellaspitze, Säntis, Höher Kasten, Hochgerach, Misthaufen und und und …

Durch die leichte Schneeauflage und Vereisung haben wir uns dann nicht getraut, ein paar Schritte dem Walserkamm zu folgen sondern sind am Aufstiegsweg wieder abgestiegen. Wäre aber definitiv eine Option für Sommertage …

 

Route:

Downloads: Tälispitze 2020 11 29 Route.pdf, Tälispitze 2020 11 29.GPX.zip

Höhenprofil

Download: Tälispitze 2020 11 29 Höhenprofil.pdf

Sebastian Verfasst von: