Lago di Sorapis (1.923 m)

Passo Tre Croci (1.805 m) – Lago di Sorapis/Rifugio Vandelli (1.923 m) – Forcella Malquòira (2.307m ) – Forcella di Cadin (2.370 m) – Tardeiba (2.129 m) – Campo Marzo (1.827 m) – Passo Tre Croci
15 km, 900 Höhenmeter, 4:30 Std. Gehzeit

Der Lago di Sorapis ist ein türkiser Bergsee, der malerisch in einem Kessel liegt – umschlossen von den hohen Felswänden der Sorapis-Gruppe. Auf dem Normalweg ist er recht schnell erreicht (mit vielen Fotostops in knappen 2 Stunden, etwa 150 Höhenmeter), das wäre allerdings nur eine Halbtagestour. Weil wir zudem herausgefunden hatten, dass der längere Rückweg durch einen Lärchenwald führt und wir dort auf herbstliche Farbenspiele hofften, haben wir uns für eine anspruchsvollere Route mit einigen zusätzlichen Höhenmetern entschieden.

Start ist am Passo Tre Croce, wo man schon einen Blick von unten auf den später sehr dominanten Monte Cristallo werfen kann. Ohne nennenswerten Höhengewinn geht es die ersten 4 Kilometer ins Tal hinein – der Weg bleibt immer ordentlich breit, man merkt aber, dass neben dem Weg eine Felswand senkrecht abfällt. Im Anstieg zum See sind teilweise Stahlseile und sogar Treppen verbaut. Nachdem sich hier im Sommer Menschenmassen bewegen, ist der Stein sehr abgelaufen, was bei Nässe teilweise unangenehmen ist. (Weg Nr. 215, Rifugio Vandelli)

Der Lago Sorapis selbst hat uns mit einem recht überschaubaren Wasserstand etwas überrascht – er dürfte wohl zu Sommeranfang beinahe das Vierfache an Fläche bedecken.

Für uns ging’s etwa 600 Meter den Aufstiegsweg zurück, ehe linkerhand der Weg Nr. 216 abzweigt. Dieser Weg führt mühsam (recht steil) bis auf eine Schotterschulter unterhalb des Cime del Laudo, von der man einen prächtigen Blick auf den Monte Cristallo und die Drei Zinnen genießen kann. Von der Schulter geht es in einen nächsten kleinen Kessel hinunter (ein kleines Felsband mit einem 50-Meter-Stahlseil ist zu queren), von dem man zur Forcella Malquòira hochsteigt. Dort könnte man direkt auf der anderen Seite über eine Schotterrinne absteigen oder so wie wir ein paar Höhenmeter weiter hinauflaufen zur Forcella di Cadin und erst dort auf der anderen Seite absteigen. Der letzte, gemütliche Teil des Abstiegs führt durch einen malerischen Lärchenwald – die Hoffnung auf die herbstliche Verfärbung hatte sich erfüllt.

P.S.: Es finden sich unterschiedliche Schreibweisen: Sorapis und Sorapiss. Die einen sagen so, die anderen so … wir haben uns einfach für die Schreibweise entschieden, die auch die Garmin-Karte verwendet.

 

Route

Downloads: Lago di Sorapis 2019 10 10 Route.pdf, Lago di Sorapis 2019 10 10.GPX (zip)

Höhenprofil

Download: Lago di Sorapis 2019 10 10 Höhenprofil.pdf

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