Jausnwrap – Bienenwachstuch

Eine Bergtour ohne eine ordentliche Jause am Gipfel ist für uns unvorstellbar – was gibt es Schöneres, als die Aussicht nach dem Aufstieg mit einem mitgebrachten Wurstbrot, Tomaten, hartgekochten Eiern und Obst zu genießen? Die Frage, die sich natürlich stellt, ist “Wie bringe ich die Kleinigkeiten im Rucksack auf den Berg?”. Um mehr als Kleinigkeiten geht es zwar ohnehin nicht – neben dem zu schleppenden Gewicht wäre eine ausführlich Mahlzeit auch kontraproduktiv, da ja noch der Abstieg wartet …

Lösungen für diesen Transport gibt es einige. Boxen aus Edelstahl oder Plastik finde ich unpraktisch, weil sie im Rucksack recht viel Platz wegnehmen – auch wenn sie für weiches Obst oder Eier einen guten Schutz bieten (werden darum wohl alternativlos bleiben). Plastiksäckchen, Frischhalte- oder Alufolie kommen aus Umweltüberlegungen ohnehin schon lange nicht mehr in Frage – lange waren wir deshalb mit Butterbrotpapier unterwegs. Allerdings bleibt da auch immer noch genug Abfall, den man gerne vermeiden würde …

Im letzten Spätfrühling präsentierte uns ein Alpenvereins-Newsletter eine Lösung, die wir seither beinahe ausschließlich nützen: Das Bienenwachstuch. Schon lange, bevor es Frischhaltefolien gab, haben Menschen ihre Lebensmittel in Wachstüchern aufbewahrt – die Idee erlebt als nachhaltige Lösung gerade wieder eine Renaissance. Mit dem Einsatz von Bienenwachs kommt eine leicht antibakteriell wirkende Komponente dazu.

Mittlerweile gibt es viele Anbieter, bei denen man Bienenwachstücher beziehen kann, wenn man sie nicht selbst herstellen will. Wir sind über besagten Alpenvereins-Newsletter auf Jausnwrap aus Niederösterreich gestoßen – und nutzen die Bienenwachstücher seit beinahe einem Jahr intensiv. Und das nicht nur für den Transport unserer Jause auf den Berg sondern auch zu Hause, um Lebensmittel frisch zu halten – Essensreste, Gemüse, Brot, …

Die Verwendung ist sehr einfach: Es lässt sich alles einwickeln mit Ausnahme von rohem Fleisch und Fisch. Einwickeln und etwas länger andrücken – und die Handwärme sorgt dafür, dass das Tuch eng anliegt und gut haftet. Wichtig ist nur, das Tuch nicht zu warm werden zu lassen. Abspülen mit heißem Wasser würde das Wachs aus dem Baumwolltuch waschen – kalt abspülen oder abwischen reicht völlig.

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