Schäfler (1.924 m)

Schwägalp (1.350 m) – Chammhaldenhüte (1.394 m) – Schwizerälpli (1.400 m) – Nasenlöcher (1.900 m) – Hintere Öhrligrueb (2.080 m) – Höchnideri – Rossegg (2.175 m) – retour bis Hochnideri – Vordere Öhrligrueb (1.980 m) – Lötzisälplisattel (1.900 m) – Altenalpsattel (1.800 m) – Schäfler (1.924 m) – Filder (1.625 m) – Untere Neuenalp (1.220 m) – Schwizerälpli – Schwägalp
25,5 km, 1.600 Höhenmeter, 8:30 Std. Gehzeit

Eigentlich hätte der Titel dieses Posts “Säntis (2.502 m)” lauten sollen … eigentlich … Knapp 300 Höhenmeter unterhalb des Säntis-Gipfels holte uns unsere mangelhafte Tourenplanung ein: Wir waren den beiden Schneefeldern unterhalb des Gipfels, mit denen wir so nicht gerechnet hatten, so nahe gekommen, dass wir uns sicher waren, dass das Risiko mit unserer Ausrüstung zu hoch wäre, und mussten umkehren. Wir konnten zwar Berggänger beobachten, angesichts unserer Erfahrungen auf der Vallüla vor gut einem Jahr war uns das Risiko aber zu hoch.

Nachdem uns auch der Abstieg über die Nasenlöcher, über die wir ja hochgestiegen waren, ebenfalls als zu riskant erschien, blieb uns als einzige Variante, um wieder zur Schwägalp zurückzukommen, der lange Marsch über den Schäfler. Die Tour gewann damit eine Länge, die absolut nicht geplant war – und wir gehen auch nicht davon aus, dass sich jemand den Spaß macht, die Geschichte in dieser Form nachzugehen. Macht ja auch keinen Sinn außer es will jemand ordentlich Kilometer machen 😉

Die ersten 4 Kilometer der Tour sind landschaftlich entzückend und sehr einfach – auf einem Forstweg läuft man über unzählige Viehweiden und Almen. Ab der Abzweigung in Richtung der Nasenlöcher wird’s sehr herausfordernd. Einerseits, weil ab da absolute Trittsicherheit überlebensnotwendig ist (die Warnung vor einem alpinen Steig und die weiß-blau-weiße Markierung wurden definitiv nicht zum Spaß angebracht), andererseits wird’s gemein steil. Auf 2 Kilometern warten nicht weniger als 700 Höhenmeter. Es sind zwar manche Stellen seilversichert, dennoch warten Klettereien im I. Grad in eindeutigem Absturzgelände.

Ab einem kleinen Kessel unterhalb der Hinteren Öhrligrueb wird’s eindeutig einfacher, auch wenn uns dort eine Gams böse angefaucht hat. Ab der Hochnideri wäre das Gelände grundsätzlich wieder deutlich sanfter bis auf die letzten Höhenmeter unterhalb des Säntisgipfels (das schauen wir uns noch mal mit weniger Schnee an, die Himmelsleiter wollen wir ja schon lange mal gehen).

Nach dem eingangs geschilderten Umdrehszenario ging’s für uns den ganzen Rücken bis zum Schäfler – teilweise mit atemberaubenden Ausblicken auf den Altenalpturm und den Seealpsee, teilweise wieder ausgesetzt und mancherorts seilversichert bis zum Schäfler, den wir bereits von einer Tour aus dem Oktober 2016 kannten (damals allerdings von Wasserauen aus). Nachdem wir wieder zurück zur Schwägalp mussten, sind wir gut 200 Meter nach dem Berggasthaus links abgebogen und sehr steil (700 Höhenmeter auf knapp 3 Kilometern – das Höhenprofil spricht Bände) auf einem schmalen Weglein abgestiegen.

Unten angekommen geht es eigentlich sehr gemütlich wieder in Richtung Schwägalp retour, wenn da nicht ein fieser Gegenanstieg mit etwas über 200 Höhenmeter warten würde, auf den man ja nicht mehr mit frischen Beinen trifft …

 

Route

Downloads: Schäfler 2019 07 04 Route.pdf, Schäfler 2019 07 04.GPX (zip)

Höhenprofil

Download: Schäfler 2019 07 04 Höhenprofil.pdf

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