Feierabend-Skitour Hochälpele

Wir sind im Rheintal, im Vorarlberger Unterland zu Hause. Für eine feine Skitour am Feierabend ist da die Auswahl, wenn mit länger im Auto sitzen möchte, nicht allzu groß. Nach der Einstellung des Liftbetriebs wurde der Brüggelekopf in Alberschwende wieder deutlich spannender. Am Pfänder haftet der Makel der niedrigen Höhenlage am Start (nur knapp 500 Meter), was die Möglichkeiten meist auf 3 bis 4 Wochen pro Jahr beschränkt. Am Hochälpelekopf oberhalb von Dornbirn ist darum meistens recht viel los.

Das Hochälpele kann von mehreren Startpunkten bzw. auf mehreren Routen “bezwungen” werden: Von Schwarzenberg aus, ab dem Bödele zB über die Lank-Piste bzw. weiter östlich entlang dem Weißtannen-Lift. Oder auf der landschaftlich schönsten Route ab Rickatschwende bzw. Ammenegg. Welche Bezeichnung man wählt, ist Geschmacksfrage – der Startpunkt liegt ziemlich genau dazwischen 😉

Parkplätze gibt es in etwa 20 – da kann’s an intensiveren Tagen schon mal eng werden. Vom Parkplatz weg geht’s über zweit breitere, teilweise etwas steilere Hänge nach oben, bevor es flacher am Waldrand bzw. ein kurzes Stück durch den Wald geht. Danach wird’s wirklich schön – durchs Fohramoos geht es eben nach hinten wieder in den Wald. Zuerst sanft und dann ordentlich steil geht es durch den Wald nach oben – immer auf einer gut ausgetretenen Route, die teilweise recht glasig bis eisig wird. Sie sollte aus Natur- und Tierschutzgründen keinesfalls verlassen werden.

In diesem Wald findet man massive Schneebruch-Schäden von starken Schneefällen heuer – das wird eine ordentliche Aufräumaktion im Frühjahr. Die letzten, welligen aber kaum ansteigenden Meter führen oberhalb der Piste bis zum Hochälpelekopf. Teilweise öffnet sich der Blick auf den Bodensee, teilweise auf das Rheintal mit den Schweizer Bergen, teilweise in den Bregenzerwald. Überragende Ausblicke für einen eigentlich einfachen Berg. Und heute haben wir’s vom Timing her perfekt für einen gewaltigen Sonnenuntergang erwischt.

Bergab hält man sich an die Lank-Piste, oberhalb der Meierei geht’s in den Wald zurück Richtung Fohramoos bzw. Aufstiegsroute. Zu bewältigen sind in etwa 630 Höhenmeter, die man in 90 Minuten absolvieren kann, ohne am Anschlag zu laufen.

 

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