Tschaggunser Mittagspitze (2.168 m)

Latschau (1.019 m) – Gauertalweg – Vollsporaweg – Vollspora (1.150 m) – Alpilaalpe (1.686 m) – Tobelsee (2.050 m) – Schwarzhornsattel (2.166 m) – Tschaggunser Mittagspitze (2.168 m) – Alpilaalpe – Vollspora – Latschau
12,5 km, 1.300 Höhenmeter, 5 Std. Gehzeit

Die Tschaggunser Mittagspitze, teilweise auch als Tilisuna Mittagspitze bezeichnet, ist in zweierlei Hinsicht ein bemerkenswerter Berg: Einerseits steht man davor und meint, dass man ohne Seil nicht hinaufkommt – letztlich ist es aber nur einfache Kletterei im 1. Grad über in etwa 100 Höhenmeter (Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unerlässliche Voraussetzung). Andererseits ist die Mittagspitze freistehend, was trotz der niedrigeren Höhe als die sie umgebenden “Legenden” wie Zimba und Drei Türme dafür sorgt, dass der Rundumblick (auch hinunter nach Schruns) phänomenal ist.

Vom Start am Wanderparkplatz oberhalb von Latschau gibt es mehrere Varianten durch Kombinationsmöglichkeiten – der wesentliche Unterschied liegt in der Frage, ob man über Grabs läuft oder nicht. Ab der Alpilaalpe kommen aber alle Varianten zusammen. Nicht über Grabs zu laufen sondern in Richtung Vollspora Alpe bietet den Vorteil, gute Ausblicke auf die Drei Türme zu bekommen, die im morgendlichen Licht deutlich markanter wirken.

Durch den recht frühen Start ergab sich die Chance, den noch im Schatten liegenden Tobelsee (durch den Schatten ist die Spiegelung der Drei Türme deutlicher) zu fotografieren – darum habe ich mich an der Alplilaalpe in diese Richtung orientiert und bin nicht links auf den direkten Weg zur Mittagspitze abgebogen (der Abzweiger war zumindest heute nicht mit einem Wegweiser markiert!).

Am Tobelsee vorbei geht man weiter zum Schwarzhornsattel, an dem sich der Blick auf das Gampadelstal öffnet. Unmarkiert könnte man nach rechts auf das Schwarzhorn laufen (allen auffindbaren Berichten zu Folge ist das aber eine riskante Herausforderung) oder geradeaus weiter zur Tilusunahütte. Zur Mittagspitze geht’s nach links einen Rücken entlang, der mal breiter und mal schmäler ist. Nach wenigen Schritten kommt das Tagesziel in den Blick. Praktisch auf Augenhöhe mit dem Gipfel nähert man sich auf diesem Rücken mit Tiefblicken in das Gauertal und das Gampadelstal dem finalen Aufstieg.

So hatte ich die ganze Zeit über den massiv bevölkerten Gipfel im Blick, der sich zum Glück gerade rechtzeitig noch geleert hat. Am Weg hinunter ging’s nicht wieder retour über den Rücken sondern in der kleinen Senke am Ende des Gipfelaufbaus rechts direkt recht steil hinunter zur Alpilaalpe und von dort auf dem Aufstiegsweg retour nach Latschau.

Im Netz finden sich Beschreibungen für beide Gehrichtungen. Meines Erachtens ist die heute gegangene Richtung die nettere und der Abstieg nach dem Gipfel ist so schneller.

 

 

Route

Downloads: Tschaggunser Mittagspitze 2018 10 13 Route.pdfTschaggunser Mittagspitze 2018 10 13.GPX (zip)

 

Höhenprofil

Download: Tschaggunser Mittagspitze 2018 10 13.pdf

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