Piz Buin (3.312 m)

Silvretta-Stausee (2.028 m) – Bieltal – Radsee (2.475 m) – Radsattel (2.652 m) – Übernachtung Wiesbadener Hütte (2.443 m) – Querung unterhalb Grüne Kuppe – Ochsentaler Gletscher – Buinlücke (3.051 m) – Großer Piz Buin (3.312 m) – retour wie Aufstieg bis Wiesbadener Hütte – Ochsental – Silvretta-Stausee
26 km, 1.800 hm, 9:00 Std. Gehzeit

Der höchste Berg Vorarlbergs, der Piz Buin, sollte für jeden bergaffinen Vorarlberger zumindest ein mal am Tourenplan stehen – man kann ruhig aber auch öfters hinauf … Wer das tut, dem wird der Rückgang des Ochsentaler Gletschers nicht verborgen bleiben. Dieser Rückgang hat dafür gesorgt, dass der normale Zustieg zum Gletscher mittlerweile nicht mehr über die Grüne Kuppe sondern unterhalb und damit deutlich weiter nordwestlich erfolgt (nicht markiert aber deutliche Steigspuren).

Klassisch ist natürlich die Übernachtung auf der gut gebuchten Wiesbadener Hütte. Der einfachste Zustieg führt durch das Ochsental – der landschaftlich schöne Anmarsch über das Bieltal, am Radsee vorbei über den Radsattel weist mit 700 Höhenmetern ungefähr 300 Höhenmeter mehr auf als der Standardweg.

Am Gipfeltag sind wir recht früh aufgebrochen – um 06:00 zu starten versprach etwas geringere Temperaturen (fürs Rheintal waren 30 Grad prognostiziert) und die größere Chance, nicht von Gewittern unter Druck gesetzt zu werden. Der veränderte Zustieg zum Gletscher führt zuerst unter in etwa 100 Metern Höhenverlust über zwei Gletscherbäche, ehe mit leichter Kletterei der Gletscher erreicht wird. Mitte August (in einem heißen Sommer) ist der Gletscher großteils ausgeapert – vor 5 Jahren Anfang Juli hat’s noch ganz anders ausgesehen.

An der Buinlücke lässt man die Steigeisen zurück, zuerst steil über Schotter und danach kletternd (eine Stelle III. Grad) geht’s zum Gipfel, wobei das letzte Stück wieder ein Pfad im Schotter ist. Der Gipfel bietet recht viel Platz zum rasten (was heute angesichts des Andrangs auch nötig war) – leider hielten sich heute die Wolken hartnäckig, dazu ging ein kalter Wind.

Gegen Ende des Abstiegs bietet sich noch die Möglichkeit einen kurzen Abstecher zum Gletschermaul zu machen – nicht ganz risikolos, weil immer wieder Steine von oben herunterfallen.

Ganz grundsätzlich: Die Tour macht auf jeden Fall Sinn unter Führung eines Kundigen (alleine schon wegen der Spalten) – die Bergführer Montafon würden wir wärmstens empfehlen.

 

© Fotos tw Martin Marinac

 

Route

Downloads: Piz Buin 2018 08 11-12 Route.pdfPiz Buin 2018 08 11-12.GPX (zip)

 

Höhenprofil

Download: Piz Buin 2018 08 11-12 Höhenprofil.pdf

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