Liebenerspitze (3.399 m)

Bergstation Hohe Mut-Bahn (2.625 m) – Rotmoostal – Rotmoosferner – Liebenerspitze (3.399 m) – Gaisbergferner – Gaisbergtal – Halbstation Hohe Mut-Bahn (2.075 m)
15 km, 930 hm (1.500 hm Abstieg), 5:30 Std. Gehzeit

Rundum gelungenes Hochtouren-Wochenende im Ötztal! Das Hotel Alpenaussicht in Obergurgl (gutes Essen, nettes Zimmer, extrem nette Leute) hatte ein sehr feines Programm (hier als pdf) zusammengestellt – im August gibt’s eine (leider bereits ausgebuchte) Neuauflage, 2019 gibt’s aber sicher wieder ein Angebot. Umrahmt von einem Tag zum Auffrischen und Vertiefen der Technik am Gletscher (Freitag) und einem genussvollen Bergfrühstück auf der Schönwieshütte (Sonntag) stand als Highlight die für uns schon herausfordernde Tour auf die Liebenerspitze. Sorry für die Länge der Bildergalerien unten – es sind einfach so viele geniale Eindrücke. Die noch viel schöneren Fotos gibt’s dann sicher bei ulligunde (wird hier verlinkt sobald der Post online ist).

Am Freitag waren wir mit dem für uns eingeteilten Bergführer Martin Gstrein (High Mountainworks, Imst – sei hiermit ausdrücklich empfohlen) auf dem Gaisbergferner. Für uns ideal: Wir kennen uns zwar am Berg recht ordentlich aus, das Wissen um das Verhalten am Gletscher ist aber definitiv ausbaubar. Der Bogen des Lern- und Übungsprogramms reichte vom Gehen im steilen Eis bis zur Kameradenbergung aus einer Gletscherspalte.

Am Samstag dann die fordernde Überschreitung der Liebenerspitze. Gestartet von der Bergstation der Hohe Mut-Bahn ging’s zügig auf einem Weglein oberhalb des Rotmoostals nach hinten bis zum Rotmoosferner. Einige Leute aus den 3 Seilschaften, die gemeinsam unterwegs waren, hatten’s recht eilig – die erste Stunde bis zum Gletscher wurde mit ordentlich Druck gelaufen. Sobald es bergauf ging, wurde Tempo rausgenommen – über den schneebedeckten Rotmoosferner ging’s ohne Steigeisen bis zu einem windigen Jöchlein nach oben, an dem sich erstmals der Blick nach Südtirol öffnete.

Ab diesem Jöchlein zeigte die Liebenerspitze ihren Charakter: Ein brüchig-bröseliger Haufen. Die Herausforderung war nicht die Kletterei sondern die Sorge, ob Tritte und Griffe so lange halten, wie man sie braucht … Vor dem Gipfel (auf dem die 3 Seilschaften dann recht dicht gedrängt ihren Rastplatz suchten) wartete bereits das erste bisschen Gratwanderung. Bei der Überschreitung geht’s dann auf dem Grat weiter – teilweise steil, teilweise sehr schmal, teilweise schneebedeckt, auf jeden Fall immer etwas luftig.

Auf dem Gaisbergferner sind zuerst große Gletscherspalten links zu umgehen und danach noch ein steiles Eisfeld zu queren. Alles kein Problem, nachdem wir vor dem ersten größeren Schneehaufen am Grat die Steigeisen angelegt hatten. Der Rückweg durch das Gaisbergtal zieht sich dann ein wenig.

Für den Sonntag hatte Alpenaussicht-Hausherr Ronald Ribis ein besonderes Zuckerl eingeplant. Nach einem entzückenden einstündigen Anmarsch durch den Obergurgler Zirbenwald gab es auf der Terrasse der Schönwieshütte, die einen grandiosen Blick auf das Rotmoostal (und etwas versteckt die Liebenerspitze) bietet, ein feines Frühstück. Ein rundum gelungener Abschluss!

 

 

 

 

Route

Downloads: Liebenerspitze 2018 06 30 Route (pdf)Liebenerspitze 2018 06 30.GPX (zip)

 

Höhenprofil

Download: Liebenerspitze 2018 06 30 Höhenprofil (pdf)

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