Skitour Kanisfluh (2.044 m)

Güterweg/Straße Au-Damüls (1.070 m) – Alpengasthof Edelweiß (1.492 m) – Obere Alpe (1.593 m) – Holenke (2.044 m) – retour wie Aufstieg
14 km, 1.000 Höhenmeter, 3:50 Std

Die Kanisfluh, ein aus mehreren Gipfeln bestehendes Massiv, ist einer der bekanntesten Berge Vorarlbergs und thront markant über den Gemeinden Mellau und Au. Mit Tourenski gäbe es mehrere Möglichkeiten, bis zum am häufigsten begangenen Gipfel, der Holenke, zu gehen. Die Variante unmittelbar von Mellau soll sehr steil, technisch anspruchsvoll und vor allem recht lawinengefährlich sein. Variante 2 würde unmittelbar am Ortsende von Au nach der Argenaubrücke starten … mit dem Makel, dass sie das komplette Massiv unterhalb grasbewachsener, steiler Südhänge quert – was sich bei erhöhter Lawinengefahr logischerweise nur bedingt empfiehlt.

Nachdem für den heutigen Tag ab 2.000 Meter Warnstufe 3 und ein Anstieg mit der Erwärmung durch Sonne und Föhnsturm angesagt war, haben wir uns für die 3. Variante entschieden. Auf etwa 1.070 Metern zweigt von der Straße Au-Damüls ein Güterweg zum Alpengasthof Edelweiß ab – am Straßenrand bietet eine kleine Bucht Platz für 3 bis max. 4 PKW. Nachdem wir wegen des erwarteten Urlauberschichtwechsels und der prognostizierten steigenden Windgeschwindigkeiten früh genug unterwegs waren, war der Parkplatz kein Problem.

Der Güterweg führt gut 400 Höhenmeter nach oben (heute mit sehr, sehr feuchtem und teilweise 40 cm tiefem Schnee) – beim Alpengasthof Edelweiß vereinigt sich diese Route mit dem vorhin als 2. Variante beschriebenen Weg. Von da an geht es gemütlich ansteigend bis zu einem breiten Sattel weitere gut 150 Höhenmeter nach oben, ehe die Aufstiegsroute nach rechts abzweigt. Bis hierher ist alles easy, danach wird’s in aller Regel ein wenig knifflig. Sehr oft ist der breite Rücken abgeweht und nur mit einer dünnen, harten Schneeschicht überzogen – Harscheisen im Rücksack sind sicher kein Fehler.

Nach den ersten paar Spitzkehren haben die fehlenden Harscheisen und Probleme mit den Fellen die Hälfte unserer Gruppe zum Abschnallen veranlasst – mit den Schi am Rucksack war das steile Gelände eine “schöne” Herausforderung. Aber auch mit Schi war’s nicht ohne … Auf den letzten knapp 200 Höhenmetern schlug der Föhn dann heftig zu …

Talwärts ging’s danach überraschend gut – mit Ausnahme eines kurzen Hanges. Der Güterweg war dann mit der tiefen Aufstiegsspur im feuchten Schnee eine “unterhaltsame” Angelegenheit …

Fotos ua von Martin Amann & Thomas Berger

Route

Kanisfluh 2016 02 06

Downloads: Kanisfluh 2016 02 06 Route (pdf)Kanisfluh 2016 02 06.gpx (zip)

Höhenprofil

Kanisfluh 2016 02 06

Download: Kanisfluh 2016 02 06 Höhenprofil (pdf)

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