Mohnenfluh (2.544 m)

Oberlech (1.720 m) – Kriegeralpe – Mohnensattel (2.315 m) – Mohnenfluh (2.544 m) – Mohnensattel – Naturlehrpfad Gipslöcher – Oberlech
11 km, 900 hm, 4:30 Std. Gehzeit
Das verlängerte Wochenende bot die Chance auf eine zweite Bergtour: Dieses Mal starteten wir (zusammen mit Elkes Schwester Sabine) in etwa auf der Höhe, auf der der gestrige Gipfel (vgl. Bericht Alpkopf) lag. Die Tour selbst ist landschaftlich dank des überwältigenden Bergpanoramas des Arlbergs sehr schön, die Liftanlagen (u.a. wird derzeit gerade die Weibermahdbahn neu errichtet) stören dabei in der unteren Tourhälfte schon etwas. Bis zum Mohnensattel ist die Tour sehr gemütlich, von dort auf den Mohnenfluhgipfel hilft Trittsicherheit und Schwindelfreiheit – auch wenn uns Kinder und eine blinde Frau entgegenkamen.

Höhenprofil Mohnenfluh 2011 08 14

Wir konnten unser Auto hinter dem Gasthof Schlössle – diese Oberlecher Institution wird demnächst abgerissen und durch einen Neubau ersetzt – abstellen, die Parkplatzsuche ist recht schwierig. Der Weg führt von dort unterhalb der Gipslöcher, an der Bergstation der Weibermahdbahn und der Kriegeralpe vorbei hinauf. Bei der Bergstation der Hasensprungbahn geht man über eine Schotterstraße weiter bis zur Bergstation der Steinmähderbahn und von dort auf einem schmalen Weg weiter bis zum Mohnensattel. Von dort bietet sich erstmals der Blick auf den dunkelblauen und glasklaren Butzensee und die dahinter liegende Braunarlspitze. Mohnenfluh und Braunarlspitze sind die beiden höchsten Berge des Lechquellengebirges.
Auf einem nicht besonders gut sichtbaren Schotterpfad geht es weiter in Richtung Gipfel, fallweise bewegt man sich dabei nah an der Kante zur südseitigen Felswand. Klettern ist bis zum Gipfel nicht erforderlich. Der Rundblick vom Gipfel bietet eine herrliche Aussicht auf die prominenten Gipfel der Region: Braunarlspitze, Widderstein, Biberkopf, Karhorn, Schafberg, …
Am Rückweg haben wir einen kleinen Umweg über den Naturlehrpfad Gipslöcher genommen. Die Gipslöcher sind mit über 1000 Dolinen von der Größe und Erscheinung her eine geologische Besonderheit, die in ganz Europa zu suchen ist. Die größte Doline hat einen Durchmesser von nahe zu 100 m und einen Krater von ca. 35 m Tiefe! Ein schön angelegter geologischer Lehrwanderweg durchzieht die Unteren Gipslöcher und gibt leicht verständlich Einsicht in die Entstehung dieser Dolinenlandschaft. Die abwechslungsreiche Landschaft gibt auch den Murmeltieren optimalen Schutz vor Feinden und das weiche Gipsgestein eignet sich ideal zum Höhlenbau.
Abgerundet haben wir einen herrlichen Tag am Arlberg mit einem Espresso und hervorragenden Marillenfleckle auf der Terrasse des Hotels Mohnenfluh. Die aufziehenden Gewitter bestätigten zur Abwechslung einmal, dass Wetterberichte auch recht haben können 😉

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