Day 4: Über die Route 66 zum Grand Canyon

Bei „angenehmen“ 34 Grad fuhren wir in Kingman weg – anstatt aber den direkten Weg über den Highway zu nehmen fuhren wir den als am historischsten bezeichneten Teil (in den USA ist schnell einmal etwas „historisch“) der Route 66 entlang. Die Fahrt war ganz nett: einsame Straße, Briefkästen am Straßenrand, alte Tankstellen, abgewohnte kleine Buden – aber weit und breit nichts zu sehen von den eigentlich erwarteten klassischen Schildern, verrosteten Autowracks, … Das haben wir dann alles in Seligman und vor allem in Williams gefunden. Beide Orte haben sich ganz dem Route 66-Mythos verschrieben. Jedes Diner, jeder Shop (extrem viele Gift-Shops) und jede Touristen-Attraktion pflegt ein sehr kitschiges Route 66-Image – für europäische Augen aber durchaus nett, werden doch die von den Kinofilmen geweckten Erwartungen bestätigt.


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Auf dem Weg von Williams in den Grand Canyon National Park sind wir auf das offensichtlich erst kürzlich eröffnete und noch nicht ganz fertige Bearizona gestoßen. Mit dem Auto kann man dort durch einen kleinen Park fahren und die in getrennten Gehegen gehaltenen Bisons, Langhornschafe und Bären genauer unter die Lupe nehmen. Besonders herzig waren die im Anschluss an die Durchfahrt in einem separaten Gehege gehaltenen jungen Bären und Füchse.

Im Grand Canyon National Park führte uns unser erster Weg direkt zum Canyon. Beim sich vom Mather Point bietenden Anblick bleibt einem Erst-Besucher die Spucke weg. Nach dem Zimmerbezug in der Yavapai Lodge (feines Zimmer, die Preise im Park sind allerdings durchaus als gehoben zu bezeichnen) sind wir gleich wieder zum Canyon, um einen halben Kilometer westlich vom Yavapai Point den Sonnenuntergang zu genießen – ein sensationelles Schauspiel, das durch den einen oder anderen ganz leichten Schauer sogar noch verstärkt wurde. Im immer stärker werdenden Wind sind die Temperaturen dann rasch gesunken – zudem liegt der Südrand (south rim) des Grand Canyons auch auf ca. 2.100 Meter Seehöhe (der Colorado fließt übrigens auf ca. 750 Meter – was im Durchschnitt also eine Canyon-Tiefe von ca. 1.350 Metern ergibt).

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