Panüeler Kopf (2.859 m)

Nenzinger Himmel (1.370 m) – Hirschsee – Spusagang – Oberzalimscharte (2.237 m) – Straußsteig – Panüeler Kopf (2.859 m) – Brandner Gletscher – Liechtensteinerweg – Kleine Furka (Salarueljoch) – Nenzinger Himmel
Gehzeit: 7 Stunden

Eine Woche nach der Tour auf den Zitterklapfen wagten wir uns wiederum mit unserem Nachbarn Dieter an eine größere Tour. Das Ziel war dieses Mal der Panüeler Kopf, ein Berg der uns bei unserer Tour auf den Naafkopf Mitte Juli aufgefallen war. Nach einem Wetterumschwung am Samstag, der eine deutliche Abkühlung gebracht hatte, hatte es rechtzeitig aufgeklart. Sonnenschein total, kühle Temperaturen (in der Früh sogar sehr kalt, unterhalb des Gipfels sind wir dann sogar auf Eiszapfen gestoßen) – kurz gesagt: perfektes Bergwetter. Die Tour selbst ist technisch nicht so anspruchsvoll, dafür aber konditionell herausfordernd (1.500 Höhenmeter Anstieg am Stück) und stellt gewissen Ansprüche an die Schwindelfreiheit.

Im Anstieg zum Hirschsee drückten Elke und Dieter kräftig auf’s Tempo (30 Minuten statt der angeschriebenen Stunde), ab dort ging es dann in steilen Kehren zuerst über Geröllfelder und später über einen schmalen Weg den Spusagang hinauf. An der Oberzalimscharte wendeten wir uns nach rechts, über die erste von zwei Leitern bis zum Panüeler-Gipfel erfolgte der Einstieg in den Straußsteig. Bis zum Gipfel folgten einige ausgesetzte Stellen, einige aktivierte versteckte Sauerstoff-Vorräte und viel Geröll. Nachdem die zweite Leiter (Einstieg erfolgt seitlich aus der Wand heraus, ist nicht jedermanns Sache) passiert war, ging es gemütlich über eine riesige Geröllhalde auf den Gipfel – im Rücken Mannheimer Hütte, Schesaplana und Brandner Gletscher. Nach einer kurzen Gipfelrast (dank frischem Westwind) gingen wir in Richtung Liechtensteinerweg weiter – allerdings nicht den geplanten Weg zurück bis zur Mannheimer Hütte und über den Gletscher zum Weg, sondern querfeldein. Wir hatten es unserem Orientierungsvermögen zu verdanken (manche nennen es auch Glück), dass wir den Liechtensteinerweg am optimalen Punkt trafen – weiter links hätten wir Höhenmeter verschenkt, weiter rechts wären wir vor einer steil abfallenden Felswand gestanden. Die Querung bis zur Kleinen Furka ist ziemlich ausgesetzt – Schwindelfreiheit ist von großem Vorteil. Der Weg am Hirschsee vorbei zurück zum Nenzinger Himmel ist dann landschaftlich wunderschön gelegen, zieht sich allerdings ein bisschen.

 

 

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