Naafkopf (2.570 m)

Nenzinger Himmel (1.370 m) – Pfälzer Hütte (2.108 m) – Naafkopf (2.570 m) – Liechtensteinerweg (Große Furka 2.353 m – Kleine Furka 2.246 m) – Hirschsee – Nenzinger Himmel
Gehzeit: 6 3/4 Stunden

2. Urlaubstag – 1. Bergtour. Das Ziel: vom Nenzinger Himmel aus eine Runde über Naafkopf, Große und Kleine Furka und unterhalb des Panüeler wieder zurück zum Nenzinger Himmel.

Der 1. Schock ereilte uns am Vorabend – der Taxi-Unternehmer unserer Wahl fuhr nur um 07:00 und 09:30 ab Nenzing in den Nenzinger Himmel. Dass die spätere Fahrt zu spät sein würde war angesichts der geplanten Tourlänge leider rasch klar – also: Tagwache um 05:30. Zusammen mit dem Weckerklingeln gab es schon heftiges Donnergrollen des nahenden Gewitters über dem Bodensee (das dann anscheinend auch ziemlich heftig ausfiel). Wir haben trotzdem ein wenig gepokert und sind losgefahren. Im Nenzinger Himmel empfing uns Traumwetter, das aber leider nicht lange halten sollte. Den steilen Anstieg von der Güfel-Alpe über die Pfälzer Hütte auf den Naafkopf (gut 1.000 Höhenmeter) absolvierten wir im dichten Nebel – was aber für angenehme Temperaturen für die schweißtreibende Schinderei sorgte. Erst kurz unterhalb des Gipfels riss die Nebel-/Wolkendecke auf, vom Gipfel gab’s dann einen noch etwas beeinträchtigen Ausblick. Den Rest der Tour genossen wir in prächtigstem Sonnenschein.

Der Abstieg vom Naafkopf in Richtung des Liechteinsteinerwegs führte über steiles Geröll – der Weg ist so bescheiden markiert, dass wir ihn querfeldein hinter uns brachten. Auf dem Weg ging es dann mehr oder weniger eben bis beinahe zur Großen Furka – dort erwartete uns ein kurzer aber fieser Anstieg. Der Weg führte dann auf der Schweizer Seite weiter hinter der Hornspitze herum bis zur Kleinen Furka (inkl. ebenfalls nettem Schlussanstieg) und danach unterhalb des wirklich beeindruckenden Panüeler Schrofen über eine mühsame Geröllhalde hinunter zum Hirschsee. Nach 6 3/4 Stunden Gehzeit erreichten wir ziemlich geschlaucht (aber ohne einen einzigen Regentropfen auch nur aus der Entfernung gesehen zu haben) wieder den Nenzinger Himmel. Hinter uns eine wunderschöne, durchaus anstrengende Tour mit unglaublich vielen Alpenblumen, wütend pfeifenden Murmeltieren, balzenden Schneehühnern und einem uns völlig ignorierenden Gamsbock.

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